Die Landschaft

Das Baruther Urstromtal ist heute eine typische, zumeist 4 bis 5 km breite Niederungslandschaft, in der grundwassernahe und grundwasser-beeinflussende Standorte vorherrschen. Der größte Teil der Talniederung wird als Grünland genutzt, das gelegentlich von kleineren Busch- und Baumgruppen durchsetzt ist.

Aber auch wertvolle Niederungswälder existieren noch z. Bsp. im Schöbendorfer Busch sowie bei Glashütte und Dornswalde. Auf den etwas trockeneren Flächen der Randzonen, wie auch der Talsandinseln, wird vorwiegend Ackerbau betrieben. Die höheren Dünen tragen zumeist Kiefern- und Eichenwälder, die auch auf den grundwasserfernen Standorten nördlich und südlich des Urstromtales das Landschaftsbild bestimmen.

Die Niederung selbst ist nahezu siedlungsleer. Fast alle Dörfer liegen an den Niederungsrändern. Die meisten früheren Mühlen und Eisenhämmer sind aufgegeben worden. An einem alten Übergang über die hier nur 2 km breite Niederung hat sich das Städtchen Baruth/Mark entwickelt.

Besonderheiten: Parabeldünenkomplex

Mit seinen vielen, den verschiedensten Formengruppen angehörenden und oftmals sehr markanten Dünenzügen, die sich stellenweise bis zu 12 m über das Talniveau erheben, gehört die Umgebung von Baruth zu den klassischen Binnendünenlandschaften des mitteleuropäischen Flachlandes. Die ausgedehnten Dünenflächen befinden sich an den Rändern des Urstromtales, vor allem an seiner Nordseite bei Horstwalde (Schlage-, Kessel- und Tütschen-Berge) sowie im Südosten bei Glashütte. Von den inmitten der Niederung gelegenen Dünenzügen sind die langen Horstberge hervorzuheben, eine fast 10 km lange, aber nur 100 m breite Strichdüne sowie der Parabeldünenkomplex bei Horstwalde.

Die Parabeldünen von Horstwalde sind eine geomorphologische Besonderheit. Sie zählen zu den schönsten Dünenkomplexen Deutschlands, und sie sind für Brandenburg von der Art und Größe sowie der flächenhaften Ausdehnung einmalig. Auf Grund der naturgeschichtlichen Bedeutung der Parabeldünen (u. a. 16 aufeinanderfolgende große Bogendünen) sind diese als naturgeschichtliche Einmaligkeit zu erhalten.